Ein weitaus ausgeglichenes Spiel findet keinen Sieger. Die Siegesserie der SGH reißt, aber man bleibt weiterhin ungeschlagen.

Für die Spielberichtserstattung schlagen zwei Herzen in der Brust – ist es auf der einen Seite die sensationellste Serie, die die SGH seit der Erstligazugehörigkeit aufgestellt hat, oder über schwache 10 Minuten, die mit dem Ausgleich in der aller letzten Sekunde gipfelte?

Objektiv gesehen hat die SGH verdient einen Punkt bei einem starken Gegner geholt, der über die Saison auch oben mitspielen wird. Subjektiv fühlt sich der Treffer in der 90sten Minute an wie eine Niederlage, da der Schiedsrichter direkt nach dem Treffer das Spiel beendete.

Aber von Beginn an: Sagenhafte 19(!!) Zusagen gab es für diesen Spieltag, was es dem Trainer Jens Neuss sehr schwer machte die richtige Elf zu finden bzw. mindestens fünf Mann nicht spielen zu lassen.

Asche ist ja bekanntlich nicht der liebste Platz der Heisinger, was sich auch in den (nicht vorhandenen) Kombinationen wiederspiegelte. Die Gäste waren zwar etwas zwingender in Ihren Aktionen, aber Rapid hatte mehr Ballbesitz. Dann war es eine Standardsituation, die zum 1:0 für Rapid in der neunten Minute führte. Heisingen war durch den frühen Rückstand nicht geschockt und spielte auch weiter nach vorne und erarbeitete sich auch sehr gute Torchancen, die aber leider nicht genutzt wurden. Das spiegelte sich auch in dem zugesprochenen Elfmeter wieder, wobei der Ball leider nur den Weg an die Latte fand.

Die zweite Halbzeit begann mit wesentlich mehr Schwung, den  André Blasi auch gern mitnahm und zum 1:1 Ausgleich nach Vorlage von Chris Rohmert traff. Langsam kam mehr Sicherheit in die Aktionen der SGH, was aber auch teilweise an der fehlenden Offinsivqualität des Rapid lag. Dann war es Chris Rohmert, der mit einem sehenswerten Solo von der Mittellinie aus dem Ball nach vorne trieb und es sich den weder von Mitspieler noch gegner nehmen ließ den 2:1 Führungstreffer zu erzielen. Widerum ist es der SGH gelungen einen frühen Rückstand in eine Führung umzuwandeln.

Allerdings zog sich die SGH im letzten Spielabschnitt viel zu weit zurück und schenke Rapid das Mittelfeld fast kampflos her. Anstatt etwas mehr Ballsicherheit zu gewinnen, war die Heisinger Defensive meist etwas zu spät am Gegenspieler und Ball, was oft zu Foulsin der eigenen Hälfte führte, die eigentlich um jeden Preis vermieden werden sollten. So hatte die SGH erst Glück, daß der Schiedsrichter einen eindeutigen Elfmeterpfiff für Rapid nicht gab, aber ein wiederrum unnötige Foul führte in der letzten Minute zu einem Freistoß. Diesen köpfte dann der Rapid-Stürmer auch Richtung Tor, aber eigentlich viel zu ungefährlich, wenn nicht ein Heisinger-Abwehrkopf den Ball unhaltbar für Michael Ruhnau in die eigenen Maschen lenkte. Als Fazit ist festzuhalten, dass das Unentschieden durch aus verdient und die SGH bleibt weiterhin ungeschlagen.

Nächste Woche fährt der Rapid zum Spiel zu Eintracht Bonnekamp und die SGH darf Teutonia Essen an der Uhlenstraße begrüßen.

Aufstellung:
Michael Ruhnau – Dominik Wirth, Oliver Schreiner, Michael Intveen, Patrick Penders – Jonas Manske (Ludger Felderhoff), Constantin Bruhn, Stephan Warszeski (Holger Meyer), André Blasi, Chris Rohmert – Hendrik Raddatz (Tobias Vatter)

Auswechselbank:
Marcus Reuter, Kevin Sobczak, Thomas Günther, Marco Hellersberg

Tore:
(9.) 1:0 Rapid Essen
(47.) 1:1 A.Blasi (C.Rohmert)
(75.) 1:2 C.Rohmert (ohne)
(90.) 2:2 Rapid Essen

Besondere Vorkommnisse:(38.) verschossener Elmeter

Kategorien: Saison 2013/14

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